Der Appenzeller Sennenhund


ein intelligenter und temperamentvoller Wachhund

Woher kommt der Appenzeller?

Der Appenzeller Sennenhund ist ein Schweizer Berghund und gehört zu den Sennenhunden, wozu auch der Berner Senne, Groß Schweizer und der Entlebucher Sennenhund gehören. Einst gezüchtet, um den Bauern bei der Arbeit auf dem Hof zu helfen, machte sich der Hund auch nützlich Vieh auf die Almen zu treiben und zu hüten. Zudem bewacht er auch Haus und Hof. Die erste Anerkennung als eigenständige Rasse erfolgte im Jahr 1869. Seit 1954 wird der Appenzeller Sennenhund auch im Rassestandard der Fédération Cynologique Internationale (FCI) geführt und den Pinschern, Schnauzern und Molossoiden Schweizer Sennenhunden zugeordnet

Wie sieht er aus?

Der Appenzeller ist ein robuster, 3-farbiger (Tricolor) Schweizer Berghund der stets wohlproportioniert ist. Sein Körperbau wirkt oft quadratisch. Die Rasse gehört zu den mittelgroßen Hunden, denn seine Widerristhöhe liegt bei 52 – 56 cm bei Männchen, bei Hündinnen mit 50 – 54 cm ein wenig kleiner. Soll aber nicht heißen, dass Weibchen nicht weniger kraftvoll sind.

Die Augen sind klein, mandelförmig und von heller bis dunkelbrauner Farbe. Wenn der Appenzeller seine hängenden Ohren leicht anhebt, weil er seiner Umgebung lauscht, erkennt man in seinen Gesichtsausdruck die Abenteuerlust.

Zu seinen ausgeprägten Merkmalen gehören seine symmetrischen braunroten oder weißen Abzeichen, die er um die Augen und Backen, an der Brust und an den Läufen trägt. Die Grundfarbe des Fells des Appenzeller Sennenhundes ist Schwarz oder Havannabraun. Sein festes Stockhaar ist anliegend, Deckhaar und Unterwolle sind dicht. Auf dem Rücken trägt der Vierbeiner seine hoch angesetzte, buschige Rute. Gekringelt erinnert diese an ein Posthorn. Mit seinen 25 – 32 Kilogramm bleibt er ein wendiges und agiles Kerlchen.

Wie sind die Charaktereigenschaften?

Der Appi ist sehr temperamentvoll, intelligent, selbstsicher, furchtlos, bellfreudig, stur, verschmust…

Wichtig zu wissen, dass der Appenzeller sehr auf seine Familie und sein zu Hause bezogen ist. Er ist der Familie sehr treu und loyal und verteidigt sein Heim mit großer Entschlossenheit. Fremdem gegenüber ist der Hund sehr misstrauisch und signalisiert „Besuch“ auch lautstark. Ich kann aus Erfahrung sagen, dass die Rasse sehr bellfreudig und kommunikativ ist.

Oft wirkt der Sennenhund aggressiv, derweil ist es „nur“ seine Art sich mitzuteilen, damit es auch jeder hört.

Durch sein durchaus selbstsicheres und furchtloses Wesen, wird es mit einem Appenzeller selten langweilig, sofern man sich mit dem Hund ausgiebig beschäftigt. Er ist absolut kein Couchpotato, sondern eher die Sportskanone. Durch sein aufgewecktes Wesen empfiehlt er sich für Hundesport jeglicher Art. Wichtig ist die Auslastung. Ein weiterer großer Pluspunkt ist die begeisterte Lernbereitschaft und der starke Wille sich an seine Familie eng zu binden. Bei guter Sozialisierung/Führung ist der Appenzeller ein perfekter Wegbegleiter für Kinder im Haus.

Wie erzieht man einen Appenzeller?

Wie bereits erwähnt ist der Appenzeller Sennenhund ein sehr agiler und bewegungsfreudiger Hund der lange Spaziergänge liebt. Idealerweise lebt der Hund eher in ländlichen Gebieten, wenn dieser nicht als Hütehund eingesetzt wird. Er benötigt die Möglichkeiten sich geistig, wie auch körperlich auszulasten.

Geeignete Sportarten sind zum Beispiel Agility, Canicross, Fährtentraining oder Mantrailing. Durchaus kannst du auch den Hund für eigene Sportarten wie Joggen, Fahrradfahren, Wandern oder Wassersportarten begeistern.

Für geistige Auslastung sorgen Suchspiele, Training neuer Kommandos, oder andere Geschicklichkeitsspiele.

Was isst ein Appenzeller gerne?

Die Rasse ist nicht sonderlich wählerisch, die Ernährung sollte ausgewogen und mit allen wichtigen Nährstoffen versehen sein. Dies ist eigentlich für jeden Hund wichtig, dass der Hund eine gesunde Entwicklung durchlaufen kann. Bei der Wahl des Futters sollte man auf protein- und vitaminreiche Kost achten, dagegen Getreide, Zucker und Konservierungsstoffe meiden.

Ob nun Trockenfutter, Nassfutter oder Barf ist jedem selbst überlassen. Da gibt es keine Präferenzen.

Wie steht es um die Gesundheit?

Der Appenzeller gilt als eine sehr robuste Rasse und seine Lebenserwartung liegt bei ca. 12 – 15 Jahren. Je nach den Lebensumständen kann dies durchaus kürzer oder länger sein.

Es sind keine rassetypischen Erbkrankheiten bekannt. Durchaus kann es aber zu Gelenkproblemen, Hautkrankheiten oder anderen Erkrankungen kommen.

Wie sollte man den Appi pflegen?

Die Fellpflege eines Appis ist recht einfach. Durch das strapazierfähige Fell, welches fast Wasser- und Dreckabweisend scheint, reicht oft ein gründliches Auskämmen. Bei starker Verschmutzung hilft dann wohl nur ein Vollbad.  

Bei trockener oder schuppiger Haut, empfiehlt sich Lachs- oder Kokosöl unter das Futter zu mischen. (Bitte die Dosierung beachten).

Wo finde ich einen passenden Züchter?

Das Augenmerk bei der Auswahl des passenden Züchters sollte nicht nur auf das Aussehen sondern auch auf die Haltung und Gesundheit liegen. Adressen von zuverlässigen Züchtern lassen sich beim VDH finden.

Insgesamt ist der Appenzeller Sennenhund eine faszinierende Rasse mit einer ausgeprägten Persönlichkeit und einer starken Bindung zu seinen Menschen. Für hundeerfahrene Besitzer, die bereit sind, Zeit und Aufmerksamkeit in die Ausbildung und Beschäftigung dieser aktiven Rasse zu investieren, kann der Appenzeller ein wunderbarer Partner und treuer Freund sein.

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